24 August, 2016

Bundesweiter "Fahrradklima-Test" soll am 1. September starten

Nationwide cycling survey going to start on 1st of September


Baustelle in Hamburg - © Stefan Warda


Der bundesweite "Fahrradklima-Test" 2016 soll am 1. September online gehen. Auch Hamburgs Radfahrer sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Stimme abzugeben. Seit der letzten Fahrradklima-Test-Bewertung vor zwei Jahren hat sich viel getan in Hamburg. Tragen die Bemühungen um den Ausbau Hamburgs zur "Fahrradstadt" Früchte? Ist Hamburg auf einem guten Weg zu einer radfahrerfreundlichen Stadt oder werden die zahlreichen Neuerungen und Umbauten im Verkehrsnetz als nicht ausreichend angesehen? Für Hamburg wird das Ergebnis spannend werden, denn in den vergangen Jahren rangierte Hamburg immer auf den hinteren Plätzen in der bundesweiten Skala zum Radverkehrsklima.

Im Frühjahr 2017 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Die vom ADFC durchgeführte und vom Bundesverkehrsministerium unterstützte Aktion wird mittlerweile zum siebten Mal durchgeführt.



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22 August, 2016

Hagen baut Gefährdungsstreifennetz aus

Hagen: More endangering lanes


Hagen, Enneper Straße / Martinstraße: Der Gefährdungsstreifen hat dort eine Breite von 1,12 Metern - © Stefan Warda



Die Stadt Hagen setzt weiter auf Gefährdungsstreifen. Auf der Enneper Straße wurden im Verlauf der ehemaligen B7, der heutigen L700, die schon bestehenden Gefährdungsstreifen um weitere rund 500 Meter in Richtung Stadtgrenze (Vogelsang / Gevelsberg) verlängert. Die Stadt Hagen begann im letzten Jahr mit der Anlage von Gefährdungsstreifen auf dem Straßenzug Kölner Straße / Enneper Straße. Mittlerweile sind diese nun durchgehend von Niederhaspe bis zum Evangelischen Gemeindehaus Westerbauer (An der Wacht) eingerichtet.


Hagen, Enneper Straße 54: Zwischenzustand nach Auftragung der ersten Teilstrecke der Gefährdungsstreifen 2015 - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße 54: Zustand nach Verlängerung der Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße 74: Die Breite des Gefährdungsstreifen einschließlich des Sicherheitsstreifens zu den Stehzeugen beträgt 1,76 Meter - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße 43 vor der Markierung der Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße 43 seit Verlängerung der Gefährdungsstreifen bis Westerbauer Gemeindehaus -  © Stefan Warda

Die vor wenigen Wochen in der Enneper Straße ergänzten Gefährdungsstreifen haben eine Breite von 1,12 bis 1,36 Metern neben dem Hochbord, neben Stehzeugen eine Mindestbreite von 1,26 Metern, bei Stehzeugen jedoch überwiegend eine Breite von 1,75 Metern inklusive eines Sicherheitsstreifens zu den angrenzenden Stehzeugen. Mit den Abweichungen vom Mindestmaß für sog. "Schutzstreifen" gemäß der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) setzt die Stadt Hagen bewußt auf Konfrontation und Gefährdung der Radfahrer durch aggressive Autofahrer. An der Filiale der Stadtsparkasse mit regem Parkwechselverkehr wurde auf einen Sicherheitsstreifen zwischen Stehzeugen und "Schutzstreifen" verzichtet. Laut den ERA sollen "Schutzstreifen" in der Regel 1,50 Meter, mindestens jedoch 1,25 Meter breit sein. Neben Stehzeugen soll der "Schutzstreifen" jedoch mindestens 1,5 Meter breit sein.

Bei angrenzenden Längsparkstreifen soll bei häufigem Parkwechsel ein Sicherheitstrennstreifen von 0,5 Metern erkennbar sein. Dieser soll baulich oder durch Markierung hergestellt werden. Bei wenigern Parkvorgängen und beengten straßenräumlichen Situationen kann der Schutzstreifen einschließlich Sicherheitsraum 1,50 Meter breit sein. Der Sicherheitsraum muss dann nicht baulich oder durch Markierung ausgebildet sein.


Bei einer Gesamtbreite des Hagener Gefährdungsstreifens zwischen Stehzeugen und restlicher Fahrbahn von nur 1,26 Metern werden Radfahrer quasi in die Dooringzone gezwungen. Radfahrer, die der Dooringzone freiwillig ausweichen wollen, weil sie den notwendigen Sicherheitsabstand zu Stehzeugen von wenigstens einem Meter einhalten wollen, werden u.U. von motorisierten Platzhirschen in bekannter Form "begrüßt": Hupen, Drängeln, Überholen ohne ausreichenden Seitenabstand, usw . . .


Hagen, Enneper Straße 86: Der Gefährdungsstreifen hat nur einen Breite von 1,26 Metern - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße 86: Die Breite des Gefährdungsstreifens inklusive Strichlinie beträgt 1,26 Metern. Radfahrer dürfen dort nur 0,26 Meter breit sein, wenn sie den geforderten Seitenabstand zu den Stehzeugeh einhalten wollen - © Stefan Warda

Hagen, Kreuzung Enneper Straße / Martinstraße vor Umbau - © Stefan Warda

Hagen, Kreuzung Enneper Straße / Martinstraße nach Umbau mit Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Hagen, Enneper Straße / Martinstraße: Die Breite des Gefährdungsstreifen beträgt statt 1,5 Meter nur 1,12 Meter. selbst das Mindestmaß von 1,25 Metern wird unterschritten - © Stefan Warda



Das größte Problem der "Schutzstreifen" auf der vierspurigen Hauptverkehrsstraße: Gerne werden Radfahrer auf den Gefährdungsstreifen von zwei parallel nebeneinander fahrenden Autos ohne den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern überholt. Je höher die Verkehrsbelastung, desto mehr aggressive Überholvorgänge. Leider vermitteln die Gefährdungsstreifen uneinsichtigen Autofahrern Radfahrer ohne ausreichenden Seitenabstand zu passieren.


Hagen, Kölner Straße / Rundturnhalle - © Stefan Warda

Hagen, Kölner Straße / Niederhaspe: Ungeniert wurde dort der Testfahrer ohne ausreichenden Seitenabstand überholt - © Stefan Warda

Auf Gevelsberger Seite der L700 entstehen unmittelbar hinter der Stadtgrenze neue Radwege. Dort hat die Straße allerdings keinen vierspurigen Ausbau wie auf der Hagener Seite.


Gevelsberg, Hagener Straße kurz vor der Stadtgrenze vor dem Umbau - © Stefan Warda

Gevelsberg, Hagener Straße kurz vor der Stadtgrenze während des noch andauernden Umbaus. Ein Radweg ist schon erkennbar - © Stefan Warda

Für die Stadt Hagen sollen Gefährdungsstreifen ein wichtiger Baustein sein, um das in Hagen bislang vollkommen unpopuläre Radfahren attraktiver zu machen.




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20 August, 2016

Lärmschutz: Mehr Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen in Hamburg

Noise: More speed limits along main roads in Hamburg


Winsener Straße, Tempo 30 aus Lärmschutzgründen - © Stefan Warda


Laut dem Abendblatt soll es in Hamburg noch im Jahr 2016 mehr Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen aus Lärmschutzgründen geben. In einem Interview hat Umweltsenator Jens Kerstan für weitere zehn Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angekündigt. Bislang gilt u.a. für Moorstraße und Winsener Straße in Harburg nachts Tempo 30.


Winsener Straße, Tempo 30 aus Lärmschutzgründen - © Stefan Warda



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16 August, 2016

Radfahren ohne Angst: Freie Sicht am Neuen Pferdemarkt

Fearless cycling: Free sight at crossing Neuer Pferdemarkt


Neuer Pferdemarkt / Stresemannstraße: Der erneute Schnitt der Hecke ist gelungen - © Stefan Warda


Seit dem letzten Treffen mit Mitarbeitern der Hamburger Fahrradstaffel an der sichtbeeinträchtigenden Hecke am Neuen Pferdemarkt haben die Hamburger Behörden nachgelegt. Die Hecke wurde wunschgemäß erheblich nachgeschnitten, so dass mittlerweile angstfrei der Radverkehrsführung gefolgt werden kann. Potentielle Geisterradler können nun rechtzeitig erkannt werden.


Neuer Pferdemarkt / Stresemannstraße: Die Hecke nach einem ersten Rückschnitt vor einer Woche - © Stefan Warda
 
Neuer Pferdemarkt / Stresemannstraße: Freie Sicht bei Geisterradlern - © Stefan Warda

Neuer  Pferdemarkt / Stresemannstraße: Radfahrer können nun angstfrei der Hecke entgegen fahren - © Stefan Warda

Neuer Pferdemarkt / Stresemannstraße: Potentielle Geisterradler können seit dem zweiten Rückschnitt der Hecke rechtzeitig erkannt werden - © Stefan Warda





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Frankfurt: Fakeradwege in Friedensstraße und Kaiserstraße beseitigt

Frankfurt: Fake cycle tracks along Friedensstraße and Kaiserstraße eliminated
Aktualisiert um 15:25 Uhr

Frankfurt, Friedensstraße / Kaiserstraße vor dem Umbau - © Stefan Warda

Die Stadt Frankfurt hat in der Innenstadt einige Fakeradwegabschnitte beseitigt. Radfahrer müssen seitdem bei Tempo 30 auf der Fahrbahn fahren. Die vorherigen Radwege sollen nun als Flächen für Sondernutzungen dienen. Diese Sondernutzungen (Außengastronomien) blockierten zuvor jedoch die Gehwege. Fußgänger fühlten sich dadurch veranlasst, die zuvor benutzungspflichtigen Fakeradwege zu blockieren.


Frankfurt, Friedensstraße: Dieser "Radweg" soll nun Sondernutzungen dienen - © Stefan Warda

Frankfurt, Friedensstraße / Weißfrauenstraße: Der Radweg soll nun aufgehoben sein, die Friedensstraße ist nun Tempo 30-Zone - © Stefan Warda

Frankfurt, Kaiserstraße / Friedensstraße vor Umbau - © Stefan Warda

Frankfurt, Kaiserstraße vor Umbau - © Stefan Warda

Frankfurt, Kaiserstraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda

Frankfurt, Kaiserstraße: "Radweg" mit Wildgeher vor Umbau - © Stefan Warda




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