30 März, 2015

Fakefahrradstraße Harvestehuder Weg: Behörde fragt Radler um Meinung

Fake cycle street at Harvestehuder Weg: Authority started survey

www.alster-fahrradachsen.de


Seit heute können Radler ihre Meinung und Erfahrungen zur misslungenen "Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg den Behörden übermitteln. Unter www.alster.fahrradachsen.de ist ein Onlineportal geschaltet, dass Anregeungen und Kritik entgegennimmt. Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof hofft auf rege Beteiligung.

Wir wollen die Nutznießer unserer Radverkehrsförderung beim Ausbau der Fahrradachsen entlang der Alster mitnehmen. Ihre täglichen Erfahrungen sind ein wichtiger Beitrag für die weitere Planung. Ich wünsche mir eine rege Beteiligung und möchte jeden ermuntern, sich drei Minuten Zeit für die Befragung zu nehmen, damit wir ein umfassendes Meinungsbild erhalten.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Viel Verkehr auf der Fakefahrradstraße am Harvestehuder Weg

Anregungen zur Bewertung der derzeitigen Situation bietet hamburgize unter
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Der reale Irrsinn: Allgemeines Kampffahren am Neuen Kamp

General rule violating at road works in Hamburg

© hamburgize.com / Stefan Warda


Heute gab es massenweise Ordnungswidrigkeiten zu beobachten - am laufenden Band. Rüpelautofahrer, Rüpellastwagenfahrer und Rüpelbusfahrer fuhren rücksichtslos auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg. Bei der großen Anzahl der Motorfahrzeuge traute sich kein Fußgänger mehr auf den Geh- und Radweg. Sogar die Metrobusse der Linien M3 und M6 machten keine Ausnahme. Was hätten Radler und Fußgänger machen sollen? Klingeln und auf das Verkehrszeichen zeigen? Oder die Polizei rufen? Auch die Kennzeichenpflicht für die Regelbrecher konnte nicht abschrecken. Jetzt müsste jedem klar sein, der eine Kennzeichenpflicht für Fußgänger oder Radfahrer fordert, dass selbst bei vorhandenen Kennzeichen ungeniert massenhaft Regelverstöße begannen werden. An das Kampfparken mit Kennezeichen hat sich die Stadt ja ohnehin schon gewöhnt, nun auch noch das ungenierte Fahren auf Geh- und Radwegen.


© hamburgize.com / Stefan Warda

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Im Laufe des Tages hatte der Sturm das Verkehrszeichen 240, das nicht beachtet wurde, umgeweht. An der Baustelle am Neuen Kamp im Verlauf der stark frequentierten Veloroute 1 gab es damit keine Gehwegbenutzungspflicht mehr.


© hamburgize.com / Stefan Warda

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29 März, 2015

Mit dem "Shooting Brake" auf Radfahrerjagd in der Großstadt

With the "shooting brake" hunting cyclists in the city




Etwas sonderbar ist der Sprachgebrauch der Marketingexperten von Mercedes-Benz zur Einführung eines neuen Automodells.

Groß. Stadt. Jäger.
[...] Der neue CLA Shooting Bake ist gekommen, um die Stadt zu erobern. Denn dank Mercedes connect me ist er rundum vernetzt und zudem mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgerüstet. So, dass ihnen zukünftig kaum etwas entgehen kann. Sei es eine angesagte Location oder ein unachtsamer Radfahrer.

Und weiter online:

Beginnen Sie Ihre Jagd nach dem Außergewöhnlichen.
Das Leben in einer Metropole ist ein Abenteuer. Jeder Tag bietet Ihnen unbegrenzte Möglichkeiten. Begeben Sie sich auf die Suche nach dem Außergewöhnlichen. Mit einem Fahrzeug, dessen sportlich-kompakte Statur tief über dem Asphalt lauert. Dessen Interieur für die Jagd gemacht ist. Der neue CLA Shooting Brake erobert sein Revier.


Muss das sein? hamburgize.com fragt Radler zu der Kampagne. (Umfrage oben rechts)

Fakeradwegzwang am Braamkamp: Polizei gesteht Fehler ein

Fake cycle track at Braamkamp: Police admits error

Benutzungspflichtiger Fakeradweg Braamkamp: Radlerin gefährdet sich durch Radeln in der Dooringzone

Immer diese Radler?

Nachdem ein Radler Widerspruch gegen die Fakeradwegbenutzungspflicht am Braamkamp eingelegt hatte, kam es dieses Jahr zu einer Verhandlung beim Verwaltungsgericht. Der Radler bemängelte u.a. die unsichere Radverkehrsverführung zwischen "legal" abgestellten Stehzeugen und der Fahrbahn der vierspurigen Hauptverkehrsstraße. Das rechts neben dem Fakeradweg erlaubte Parken (Verkehrszeichen 315) könnte schwere Unfallfolgen für Radler haben. Würde eine Autotür zum Radweg geöffnet, würden dadurch Radfahrer auf die Fahrbahn der Hauptverkehrsstraße gestoßen und anschließend vom Kfz-Verkehr überrollt.


Geduldetes Kampfparken am Braamkamp-Fakeradweg


Untätigkeit der Polizei

Kurz nach dem Prozeß hat die Straßenverkehrsbehörde des zuständigen Polizeikommissariats die Verkehrszeichen 315, die das Parken am Fakeradweg erlaubten, entfernen lassen. Doch wer glaubt, dass sich dadurch die Situation für Radler am Braamkamp gebessert hat? Weiterhin hat es am Fakeradweg, der weiterhin benutzungspflichtig ist, Stehzeuge - nun als Kampfparker. Ein Interesse an der gefahrlosen Benutzbarkeit des benutzungspflichtigen "Radwegs" scheint die für die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer zuständige AutoStraßenverkehrsbehörde nicht zuhaben. Das Kampfparken am Fakeradweg Braamkamp wird nun weiterhin geduldet.


Auch am Harvestehuder Weg ist das Parken neben dem Fakeradweg immer noch erlaubt, trotz einer für die Verkehrssicherheit der Radler verantwortlichen Straßenverkehrsbehörde


"Fahrradstadt Hamburg"?

Auch an der Behringstraße musste die Straßenverkehrsbehörde wegen eines Rechtsstreits die Verkehrszeichen 315 für Parken am Radweg entfernen lassen. Leider hat es auch dort immer noch unverbesserliche Kampfparker. Benutzbare und sichere Radwege bleiben in Hamburg weiterhin nicht das Ziel, sondern möglichst viel Platz für Stehzeuge. Die Vision einer "Fahrradstadt Hamburg" bleibt vweiterhin eine Vision.


Behringstraße im März 2015: Noch immer behindern Kampfparker einen sicheren Radverkehrsfluss auf dem immer noch benutzungspflichtigem "Radweg"


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27 März, 2015

Helm auf oder Fakeradwege weg?

Wear a helmet or eliminate fake cycle tracks?
Aktualisiert am 28.03.2015
 
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Die Radsaison beginnt für viele Sommerradler. Rechtzeitig tauchen im Stadtbild Botschaften an uns Radler auf. „Hut ab. Helm auf.“ So präsentiert sich die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums in Kooperation mit dem DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat). Bei dem einen oder anderen Unfall hätte ein Helm gegebenenfalls vor Kopfverletzungen geschützt. Doch ist es nicht zynisch das Helmtragen zu empfehlen, solange Radler mit unzulänglichen Fakeradwegen konfrontiert werden, deren Benutzung kaum möglich oder mit erheblicher Gefährdung verbunden ist? In Hamburg gibt es viele Kilometer schmale Fakeradwege, neben denen die eigentlich für die Verkehrssicherheit verantwortlichen Straßenverkehrsbehörden das Parken erlauben oder dauerhaft dulden. Radfahrer müssen einen Sicherheitsabstand von wenigstens einem Meter zu parkenden Autos einhalten, auch auf Radwegen, Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Ein Dooringunfall kann mit Fahrradhelm nicht vermieden werden, die Beseitigung von Parkständen neben Radverkehrsanlagen oder aber die Beseitigung nicht regelkonformer Radverkehrsanlagen verhindert aber Dooringunfälle und schützt damit vor Kopfverletzungen. Deshalb weg mit Fakeradwegen, bitte jetzt! 


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Verkehrssicherheitsarbeit von vorgestern

Ein Fahrradhelm bekämpft nicht die Ursachen von Verletzungen, sondern behandelt höchstens die Folgen. Wie rückwärtsgewandt diese sogenannte Verkehrssicherheitskampagne des DVR ist, zeigt der Vergleich mit dem Fahrradland Nummer Eins, den Niederlanden. Kaum ein Alltagsradler benutzt dort einen Fahrradhelm. Fahrradhelme werden dort hauptsächlich in Verbindung gebracht mit touristischen Radlern, die aus dem benachbarten Deutschland kommen. Auch ohne Fahrradhelmen ist das Radfahren in den Niederlanden sicher. Niemand muss Angst haben vor dem Radfahren, weil keine Behörde und kein Ministerium den Radlern einen Helm vorschreibt. Vielleicht auch gerade deswegen fahren nahezu alle Niederländer fiets. Radler in Deutschland haben eineseits mit äußerst schlechter und unsicherer Infrastruktur zu kämpfen und sollen andererseits deshalb zusätzlich auch noch Helme tragen. Sollen Deutschlands Radler etwa doppelt bestraft werden im Vergleich zu unseren Nachbarn?


© hamburgize.com / Stefan Warda
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Fakeradweg in Dooringzone


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