09 August, 2017

Hamburg-Mitte: Wildparkerplage verstärkt bekämpfen

Hamburg-Mitte: Fight tolerance of wild car parking

Aktualisiert um 22:20 Uhr
Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker im Jahr 2017 - © Stefan Warda


Die Grünen im Bezirk Mitte wollen die Wildparkerplage verstärkt eindämmen. Nach einer Meldung des NDR würde eine große Mehrheit der Bezirksversammlung die Forderung der Grünen nach mehr Kontrollen unterstützen.


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg - © Stefan Warda


Besonders prekär ist die Situation in der Billstraße. Die dortigen Radwege sind sogar benutzungspflichtig, aber tagtäglich zugeparkt. Trotz Beschwerden bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde schon vor rund zwanzig Jahren hat sich am illegalen Verhalten bzw. der schlechten Benutzbarkeit der Radwege nichts geändert. Die damaligen Beschwerden wurden vom Bezirksamt Mitte aufgegriffen, um den Radweg im Frühjahr 2003 zu erneuern. Doch auch der erneuerte Radweg blieb bis heute unverändert dauerhaft mit Stehzeugen zugestellt - trotz bis heute gültiger Radwegbenutzungspflicht. Mehr war für die Billstraße in der Auto- und Wildparkerstadt Hamburg bislang nicht zu erreichen.


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda



Der Vorstoß, intensiver gegen das Wildparken vorzugehen, ist daher mehr als zu begrüßen - und das nicht nur im Bezirk Mitte.


Rückblende: Dauerwildparken in der Billstraße

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor zwanzig Jahren: Statt die Benutzbarkeit des Radwegs zu gewährleisten, haben die Behörden bislang lediglich den Austausch der Betonsteinchen veranlasst - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2003 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2006 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2010 - © Stefan Warda



Besonders beliebt bei Dauerwildparkern sind u.a. folgende Straßen:

Hamburg-Mitte
  • Billstraße

Altona

Eimsbüttel

Hamburg Nord

Wandsbek

Bergedorf




Mehr . . . / More . . . :
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08 August, 2017

Norderstedt: Tödlicher Unfall bewegt Radfahrer

Norderstedt: Truck driver kills cyclists


Norderstedt, Ulzburger Straße: Gemeinsamer Geh- und Radweg für Zweirichtungsverkehr an der Zufahrt zum ehemaligen Gärtnereigelände, auf das der Lastwagen abbog - © Stefan Warda


Eine Radfahrerin wurde von einem Lastwagenfahrer getötet. Die Radfahrerin fuhr auf einem straßenbegleitendem Gehweg, für den die Benutzungspflicht im Zweirichtungsverkehr angeordnet ist. Der Lkw-Fahrer fuhr in die gleiche Richtung wie die Radfahrerin und bog dann unvermittelt auf ein Grundstück ab. Dabei querte das schwere Fahrzeug den Weg der Radfahrerin und überrollte die Frau. Das Abendblatt greift den Unfall von Mittwoch letzter Woche heute erneut auf. Laut Nico Möller, Sprecher der Polizeidirektion Segerberg, müssten Radfahrer überall mit solchen Unfällen rechnen.

Das kann auf jeder Straße zu jedem Zeitpunkt geschehen, egal ob mit oder ohne Radstreifen.

Sollen Radfahrer tatsächlich hinnehmen, dass sie jederzeit an jedem Ort von einem Lastwagenfahrer überfahren werden können, weil solche Unfälle quasi schicksalsbedingt als Opfer des suspekten "toten Winkels" zugeschrieben werden? Dieser "tote Winkel" kann offenbar jederzeit und überall auf Deutschlands Straßen zuschlagen und Radfahrer und Fußgänger urplötzlich unvermittelt aus dem Leben reißen.


Norderstedt, Ulzburger Straße: Zufahrt zum ehemaligen Gärtnereigelände - © Stefan Warda


Vielleicht war die Unfallursache "menschliches Versagen", je nach Ergebnis des noch andauernden Unfallgutachtens. Dann würde die Radfahrerin nicht Opfer des ominösen "toten Winkels" werden, für den angeblich keiner etwas kann.

Anders als bei Terroranschlägen hat sich unsere Gesellschaft aber damit abgefunden, dass jährlich mehrere Hundert Menschen diesem "toten Winkel" geopfert werden. Gegen Terroranschläge werden mittlerweile Barrikaden aufgebaut, um Veranstaltungen wie den Hamburger Dom, den Christopher Street Day, den Hafengeburtstag, usw. zu schützen. Damit sollen Anschläge wie nach dem Vorbild von Nizza oder Berlin vermieden werden. Gegen den "toten Winkel" gibt es bislang kein Mittel. Er kann jederzeit weiterhin zuschlagen, wie der Sprecher der Segeberger Polizeidirektion sagte. Es ist bezeichnend für den Stellenwert unseres Verkehrssystems, wie schnell Abwehrmaßnahmen gegen vermeintliche Terroranschläge bei öffentlichen Veranstaltungen eingerichtet wurden, wie lange es dagegen braucht, bis geeignete Maßnahmen wie Fahrrerassistenzsysteme zur Anwendung gegen den "toten Winkel" kommen.



Mehr . . . / More . . . :
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07 August, 2017

Hamburg: Nachbesserung an der Fahrradstraße Leinpfad

Hamburg: Improved cycle street at Leinpfad

Aktualisiert um 13:02 Uhr
Veloroute 4, Leinpfad / Mövenstraße: Radfahrer sind neuerdings von der Abbiegevorschrift ausgenommen - © Stefan Warda


Die zum Zeitpunkt der "Eröffnung" nicht freigegebene Fahrradstraße am Leinpfad im Verlauf der Veloroute 4 wurde in den letzten Tagen nachgebessert. Nach Intervention bei der Verkehrsdirektion müssen Radfahrer stadtauswärts nicht mehr den Umweg über die Mövenstraße nehmen. Sie dürfen nun zwar geradeaus dem Verlauf der Veloroute folgen, jedoch ist anschließend die Einbahnstraße immer noch nicht korrekt freigegeben. Dazu bedarf es gemäß der auch in Hamburg gültigen Straßenverkehrs-Ordnung des Zusatzzeichens "Radfahrer frei" (1022-10) statt des bislang verwendeteten Zusatzzeichens 1033.


Veloroute 4, Leinpfad / Mövenstraße: Immer noch ist das falsche Zusatzzeichen unter dem Verbot der Einfahrt angebracht - © Stefan Warda


Wünschenswert wäre ebenfalls ein Hinweis an der Kreuzung Leinpfad / Fernsicht. Nach Einfahrt in die neue Fahrradstraße steht wenige Meter hinter dem Fahrradstraßenschild das "Spardosenschild" (Verbot der Einfahrt) mit dem Zusatz "200 m". Auch darunter sollte der Zusatz "Radfahrer frei" angebracht werden.


Veloroute 4, Leinpfad / Fernsicht: Auch dort fehlt der Hinweis, dass Radfahrer vom Verbot der Einfahrt nach 200 Metern ausgenommen sind - © Stefan Warda


Von der Mövenstaße dürfen Radfahrer mittlerweile wieder in beide Richtungen auf den Leinpfad abbiegen. Das zwischendurch entfernte Zusatzzeichen "Radfahrer frei" wurde wieder angebracht.


Mövenstraße / Leinpfad: Das korrekte Zusatzzeichen wurde wieder angebracht - © Stefan Warda

Mövenstraße / Leinpfad: Radfahrer dürfen wieder in beide Richtungen abbiegen - © Stefan Warda

Kreuzung Mövenstraße / Leinpfad nach Einrichtung der Fahrradstraße: Radfahrer dürfen nur noch stadteinwärts abbiegen - © Stefan Warda

Kreuzung Mövenstraße / Leinpfad vor Einrichtung der Fahrradstraße: Radfahrer dürften in beide Richtungen auf den Leinpfad abbiegen - © Stefan Warda


Mit der Einrichtung der Fahrradstraße Leinpfad wurde allerdings auch die Kreuzung mit der Maria-Louisen-Straße sicherer. Eigentlich durften Radfahrer stadtauswärts bislang ja ohnehin nicht ab Mövenstraße auf die Maria-Louisen-Straße zufahren. Daher fehlte am Leinpfad an der dortigen Kreuzung auch ein Vorfacht-achten-Schild (Verkehrszeichen 205). Dies wurde mittlerweile nachgerüstet. Ohne dieses Schild hätte für Radfahrer die Rechts-vor-Links-Regelung an der dortigen Kreuzung gegolten.


Veloroute 4, Leinpfad / Maria-Louisen-Straße: Vor Einrichtung der Fahrradstraße fehlte das Vorfahrt-achten-Schild. Für Radfahrer galt somit die Rechts-vor-Links-Regelung, aber eine sehr gefährliche Situation - © Stefan Warda

Veloroute 4 Leinpfad / Maria-Louisen-Staße: Mit Einrichtung der Fahrradstaße wurde endlich das Vorfahrt-achten-Schild aufgestellt. Eine sehr gefährliche Situation wurde dadurch entschärft - © Stefan Warda


Auch für den die Fahrradstraße Leinpfad kreuzenden Verkehr im Verlauf Streekbrücke / Maria-Louisen-Straße ist die Situation eindeutiger geworden. Vor Einrichtung der Fahrradstraße gab es keinen Hinweis, dass die Einbahnstraße Leinpfad von Radfahrern in beide Richtungen befahren werden darf. Dies wurde nun endlich nachgerüstet.


Streekbrücke / Leinpfad: Obwohl die Veloroutenwegweisung schon angebracht war, fehlte für den Verkehr von der Streekbrücke Richtung Maria-Louisen-Straße ein Hinweis, dass Radfahrer auch von rechts aus dem Leinpfad hätten kommen können. Für diese fehlte dort ja schließlich das Vorfahrt-achten-Schild. Radfahrer durften allerdings auch nicht von der Streekbrücke kommend nach links in den Leinpfad abbiegen - © Stefan Warda

Streekbrücke / Leinpfad: Zwar ist die Wegweisung für die Veloroute 4 angebracht, das Abbiegen nach links Richtung Norden bleibt aber verwehrt - © Stefan Warda

Streekbrücke / Leinpfad: Während des Umbaus zur Fahrradstraße wurde sowohl das Abiegen nach links Richtung Norden erlaubt, aber auch der Radggenverkehr für die Einbahnstraße Leinpfad endlich angezeigt - © Stefan Warda



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06 August, 2017

Hamburg: Mehr Tempo 50 in den Vier- und Marschlanden

Hamburg: Lower speed for more safety


Hofschläger Weg noch mit Tempo 60 - © Stefan Warda


Auf etwa fünfzig Kilometern Straße wurde in den Vier- und Marschlanden das Tempo reduziert. Schilder, die bislang Tempo 60 und mehr erlaubten, wurden an zahleichen Landstraßen entfernt. Die Maßnahme soll laut Bergedorfer Zeitung der Verkehrssicherheit dienen.



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Hamburg: Kuriose Verbote an der Tiergartenstraße

Hamburg: Mysterious prohibitions at Tiergartenstraße


Tiergartenstraße / Messeplatz - © Stefan Warda


Radfahrer sind derzeit massiv von Straßensperrungen rund um die Verbindungsbahn betroffen. Stadteinwärts wurden daher zwei Umleitungen eingerichtet. Die eine führt ab der Kreuzung Schröderstiftstraße / An der Verbindungsbahn über Rentzelstraße, Grindelallee und Edmund-Siemers-Allee Richtung Dammtor, die andere über Rentzelbrücke, Messeplatz, St. Petersburger Straße und Jungiusstraße zum Gorch-Fock-Wall.

Aber auch Stehzeugebesitzer, die sich für das Parken in der Tiergartenstraße entschieden haben, sind betroffen. Haben sie erst einmal das Stehzeug verlassen, dürfen sie es nicht wieder abholen. Fußgängern ist es verwehrt, die Tiergartenstraße zu betreten. Auch mit dem Rad dürfen Stehzeugebesitzer nicht zum Zwecke des Abholens ihrer Stehzeuge in die Tiergartenstraße. Auch Wohnmobilbesitzer, die eine Stadtrundfahrt per Rad unternommen hatten, kommen nicht mehr in die Tiergartenstraße. Es scheint erforderlich, sich ein Taxi zu mieten, um das in der Tiergartenstraße zurückgelassene Stehzeug abzuholen. Ob sich tatsächlich alle an die Verbote halten? Und werden Verkehrsregeln generell noch ernst genommen angesichts solcher Anordnungen?


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